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Barrierefreiheits-Audits für Online-Shops: Preise & Anbieter 2026

Kurze Antwort: Die Kosten für Barrierefreiheits-Audits von Online-Shops liegen im November 2026 je nach Anbieter und Leistungsumfang zwischen 49 € und 1.990 €. Ein vollständiges Audit mit Bericht und Erklärung kostet meist 500–1.300 €. Wer nur einen Schnell-Check benötigt, findet Angebote ab 49 €. Nicht jeder Shop ist prüfpflichtig – Details siehe unten.

Aktualisiert · 9 Quellen geprüft

Anbieter im Vergleich

ProviderEstablished inPublished priceWhat the price includesBest for
AccessibilityStatement.orgKanada/EU/UK690 € jährlich (EU/UK), ab 890 CAD (Ontario)Automatisierter und manueller Test, monatliche Nachtestung, signierte Erklärung, Feedback-Mechanismus, 6 Dokumente, keine SeitenbegrenzungShops mit Pflicht zur regelmäßigen Erklärung (EU, Ontario, UK); laufende Aktualisierung
BFSG-Report.comQuelleDeutschland790 € einmaligVollständiger Audit nach WCAG 2.1 AA & BFSG, Fix-Plan mit Code-Beispielen, fertige Erklärung, Lieferung in 5 WerktagenDeutsche Shops mit BFSG-Pflicht, schnelle Umsetzung
BFSG-Scan by Werner.SolutionsQuelleÖsterreich649 € einmaligAutomatisierter Scan, manuelle Prüfung der Kernseiten, Maßnahmen- und Code-Leitfaden, PrüfsiegelShops mit Fokus auf technische Umsetzung und Nachweis
ECONSORQuelleDeutschland500 € zzgl. MwSt.Systematische Prüfung zentraler Seiten, Bewertung nach Kritikalität, priorisierte MaßnahmenlisteShopware-Shops, Einstiegsaudit
Rhein CodeQuelleDeutschlandab 590 € (Audit), ab 990 € (Umsetzung)Audit nach WCAG 2.1 AA, Behebung von Barrieren, ErklärungShops mit Umsetzungsbedarf nach Audit
SeovantisQuelleDeutschland490 € (Quick Check), 1.290 € (Professional), 1.990 € (Comprehensive)Tests gegen WCAG 2.1 A/AA, Bericht mit Ergebnissen, Prioritäten, technischen AnleitungenShops mit Bedarf an detaillierten Berichten
ClariseoQuelleDeutschland49 € einmaligPrüfung von bis zu 30 Seiten, technische Barrieren und SEO, PDF-ReportKleine Shops, Schnell-Check
prüfklarQuelleDeutschland79 € (Kompakt), 199 € (Vollständig), 299 € (mit Nach-Prüfung)Bericht mit Screenshots, Priorisierung und LösungenShops mit begrenztem Budget, schnelle Übersicht
AllyStandardsQuelleDeutschlandab 399 € (Website-Audit)KI-gestützter WCAG-Audit, Prüfung gegen WCAG 2.2, BITV 2.0, EN 301 549, Report mit Fix-CodeShops mit Fokus auf KI-Analyse und schnelle Ergebnisse

Preise wie am 4. November 2026 auf der Website des jeweiligen Anbieters veröffentlicht, zzgl. MwSt., sofern nicht anders angegeben. Jede Zeile verweist auf ihre Quelle.

Was das Gesetz verlangt: BFSG, WCAG & AODA im Überblick

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist seit 28. Juni 2025 in Deutschland für Unternehmen relevant, die digitale Produkte und Dienstleistungen im B2C-Bereich anbieten. Die Pflicht zur Barrierefreiheit gilt, wenn das Unternehmen mehr als 10 Mitarbeiter oder einen Jahresumsatz von über 2 Mio. € hat (Quelle). Das BFSG verlangt, dass Websites und Online-Shops die Anforderungen der WCAG 2.1 AA erfüllen und eine öffentlich zugängliche Barrierefreiheitserklärung bereitstellen. Diese Erklärung muss die tatsächliche Zugänglichkeit, bekannte Barrieren, Alternativen und einen Feedback-Mechanismus enthalten. Die Regelungen finden sich u.a. in §1, §3, §4 und §12 BFSG. Bei Verstößen sind Bußgelder bis zu 100.000 € möglich.

Für Ontario (Kanada) gilt die AODA (Accessibility for Ontarians with Disabilities Act). Hier müssen Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern bis 31.12.2026 einen AODA-Compliance-Report einreichen. Die Webinhalte müssen WCAG 2.0 AA entsprechen. Die Erklärung muss von einer Führungskraft des Unternehmens selbst eingereicht werden – Dienstleister wie AccessibilityStatement.org bereiten die Dokumente vor, die Einreichung erfolgt jedoch durch das Unternehmen (Quelle).

Die EU-Richtlinie (EU) 2019/882 (European Accessibility Act, EAA) fordert für viele digitale Dienste eine Barrierefreiheitserklärung nach Annex V. Diese muss unter anderem eine Beschreibung der Barrieren, Alternativen und einen funktionierenden Feedback-Kanal enthalten. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Land und Rechtsraum. Wichtig: Ein einfacher Textgenerator reicht nicht aus, da die Gesetze eine echte Prüfung und fortlaufende Aktualisierung verlangen.

Ausnahmen von der Pflicht gibt es nur in wenigen, eng gefassten Fällen, etwa für Kleinstunternehmen oder rein B2B-orientierte Shops (Quelle).

Wie wählt man den passenden Anbieter?

Die Wahl des richtigen Anbieters für ein Barrierefreiheits-Audit hängt von mehreren Faktoren ab. Zunächst sollte geprüft werden, ob Ihr Shop überhaupt unter die Prüfpflicht fällt (siehe Entscheidungsmatrix unten). Ist dies der Fall, sind folgende Kriterien relevant:

Vergleichstabelle: Was ist enthalten?

AnbieterAutomatisierter ScanManuelle TestsBarrierefreiheitserklärungNachtestungFix-PlanZusatzkosten
AccessibilityStatement.orginklusiveinklusiveinklusivemonatlichinklusivekeine pro Seite/Retest
BFSG-Report.cominklusiveinklusiveinklusiveOn requestinklusiveOn request
BFSG-ScaninklusiveKernseitenOn requestOn requestinklusiveOn request
ECONSOROn requestzentralOn requestOn requestinklusiveOn request
Rhein CodeOn requestinklusiveinklusiveOn requestinklusiveUmsetzung ab 990 €
SeovantisinklusiveinklusiveOn requestOn requestinklusiveOn request
ClariseoinklusiveOn requestOn requestOn requestinklusiveOn request
prüfklarinklusiveOn requestOn requestOn requestinklusiveOn request
AllyStandardsinklusiveOn requestOn requestOn requestinklusiveOn request

Praktischer Tipp: Lesen Sie Beispielberichte (z. B. bei AccessibilityStatement.org) und vergleichen Sie die Tiefe der Analyse und die Verständlichkeit der Maßnahmenpläne.

Was ist im Preis enthalten – und was nicht?

Die Preisspanne reicht von 49 € für einen Schnell-Check (Clariseo) bis zu knapp 2.000 € für ein umfassendes Audit (Seovantis, Professional/Comprehensive). Die tatsächlichen Leistungen unterscheiden sich jedoch deutlich:

Entscheidungsmatrix für die Pflicht:

Wenn Sie sind …Sie brauchen …Sie brauchen es nicht …
B2C-Shop mit >10 MA oder >2 Mio. € Umsatz (EU)Vollständiges Audit + Erklärung–
B2B-Shop ohne EndkundenverkaufOn request (meist keine Pflicht)Vollständiges Audit
Marktplatz-Verkäufer (Amazon, Etsy, eBay)On request (Plattform ist verantwortlich)Eigene Erklärung
Shop mit Sitz außerhalb der EU, aber Verkauf an EU-VerbraucherAudit, wenn Schwelle überschrittenWenn keine Schwelle
Unter 10 MA und

Ablauf: So funktioniert die Beauftragung Schritt für Schritt

Der Ablauf eines Barrierefreiheits-Audits ist bei den meisten Anbietern ähnlich, unterscheidet sich aber im Detail. Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Pflicht prüfen: Überprüfen Sie, ob Ihr Shop unter die BFSG-, AODA- oder EAA-Pflicht fällt. Die Schwellenwerte (z. B. 10 MA/2 Mio. € Umsatz) sind entscheidend.
  2. Anbieter auswählen: Vergleichen Sie Leistungen, Preise und Lieferzeiten. Lesen Sie Beispielberichte und klären Sie, ob manuelle Tests, Erklärung und Nachtestung enthalten sind.
  3. Angebot einholen: Fordern Sie ein Angebot an und klären Sie Zusatzkosten (z. B. für Nachtestungen oder Umsetzung).
  4. Testumfang abstimmen: Stimmen Sie ab, welche Seiten, Funktionen und ggf. Login-Bereiche geprüft werden sollen. Bei AccessibilityStatement.org werden z. B. alle relevanten Flows (Startseite, Kategorie, Produkt, Warenkorb, Checkout, Login, Kontakt) getestet.
  5. Zugangsdaten bereitstellen: Für geschützte Bereiche werden Test-Accounts benötigt.
  6. Audit durchführen lassen: Der Anbieter führt automatisierte und manuelle Tests durch. AccessibilityStatement.org liefert in 5 Werktagen, BFSG-Report.com ebenfalls.
  7. Bericht und Erklärung erhalten: Sie erhalten einen Bericht mit Maßnahmenplan und ggf. eine rechtssichere Erklärung. AccessibilityStatement.org liefert sechs Dokumente, darunter die Erklärung, einen Maßnahmenplan und einen Nachweisbericht.
  8. Maßnahmen umsetzen: Die Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen erfolgt intern oder mit Unterstützung (z. B. Rhein Code ab 990 €).
  9. Erklärung veröffentlichen: Die Erklärung muss gut sichtbar auf der Website platziert werden.
  10. Regelmäßige Nachtests: AccessibilityStatement.org bietet monatliche Nachtests, andere Anbieter auf Anfrage.

Checkliste für Käufer:

  1. Pflicht prüfen
  2. Anbieter vergleichen
  3. Angebot einholen
  4. Testumfang abstimmen
  5. Zugangsdaten bereitstellen
  6. Audit durchführen lassen
  7. Bericht/Erklärung erhalten
  8. Maßnahmen umsetzen
  9. Erklärung veröffentlichen
  10. Nachtests planen

Versteckte Kosten und Fallstricke

Viele Anbieter bewerben günstige Einstiegspreise, doch die tatsächlichen Gesamtkosten können höher liegen. Typische versteckte Kosten und Fallstricke sind:

  • Nachtestungen: Nur selten im Grundpreis enthalten. AccessibilityStatement.org bietet monatliche Nachtests ohne Zusatzkosten, andere Anbieter verlangen meist Aufpreis oder bieten dies nicht an.
  • Erstellung der Erklärung: Häufig ist die Barrierefreiheitserklärung nicht im Basispaket enthalten oder nur als Vorlage verfügbar. Bei AccessibilityStatement.org, BFSG-Report.com und Rhein Code ist sie inklusive.
  • Umsetzung der Maßnahmen: Die technische Umsetzung der Empfehlungen ist meist nicht im Auditpreis enthalten. Rhein Code bietet dies ab 990 € an.
  • Support und Beratung: Individuelle Beratung, Schulungen oder Support werden häufig separat abgerechnet.
  • Testumfang: Viele Anbieter prüfen nur Kernseiten oder den öffentlichen Bereich. Bereiche hinter Login (z. B. Kundenkonto, Checkout) werden oft nur auf Anfrage geprüft.
  • Haftung und Nachweis: Die Haftung der Anbieter ist meist ausgeschlossen oder stark begrenzt. Berichte sind nicht immer für Behörden oder Gerichte ausgelegt.

Was Anbieter selten offen sagen:

  • Automatisierte Scans decken nur einen Teil der Barrieren auf (ca. 30–40 %).
  • Viele Anbieter haben keine regelmäßige Aktualisierung im Preis.
  • Die Verantwortung für die Veröffentlichung und die Umsetzung liegt immer beim Shop-Betreiber.
  • Eine staatliche Zertifizierung gibt es nicht – die Erklärung ist ein Nachweis, aber keine amtliche Bescheinigung.

Praktischer Tipp: Lassen Sie sich vor Beauftragung alle enthaltenen und optionalen Leistungen schriftlich bestätigen.

Risiken & Bußgelder bei Verstoß

Die Nichteinhaltung der gesetzlichen Anforderungen zur Barrierefreiheit kann erhebliche finanzielle und rechtliche Folgen haben:

  • BFSG: Bei Verstoß gegen das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz drohen Bußgelder bis zu 100.000 € pro Fall (Quelle). Die Behörden können zudem Nachbesserungen anordnen und bei wiederholten Verstößen weitere Sanktionen verhängen.
  • AODA (Ontario): Unternehmen mit 20+ Mitarbeitern müssen bis 31.12.2026 einen Compliance Report einreichen. Bei Versäumnis drohen Sanktionen, deren Höhe von der Behörde festgelegt wird.
  • Abmahnungen und Imageschäden: Neben Bußgeldern sind auch Abmahnungen durch Wettbewerber oder Verbände möglich. Negative Presse und Vertrauensverlust bei Kunden können die Folge sein.
  • Verlust von Ausschreibungen: Öffentliche Auftraggeber und größere Unternehmen verlangen zunehmend Nachweise zur Barrierefreiheit. Ohne Audit und Erklärung können Aufträge verloren gehen.

Wichtig: Die Verantwortung für die Umsetzung und die Aktualität der Erklärung liegt immer beim Betreiber des Online-Shops. Anbieter wie AccessibilityStatement.org unterstützen mit regelmäßigen Nachtests, die Pflicht zur Veröffentlichung und Einhaltung bleibt jedoch beim Unternehmen.

Praktischer Tipp: Planen Sie ausreichend Zeit für die Umsetzung der Maßnahmen ein, um Fristen einzuhalten und Sanktionen zu vermeiden.

Drei echte Szenarien: Wer muss was tun?

  • US-SaaS mit Kunden in Deutschland: Verkauft ein US-Unternehmen SaaS-Lösungen an deutsche Endverbraucher und überschreitet die Schwelle (mehr als 10 Mitarbeiter oder über 2 Mio. € Umsatz), gilt das BFSG. Das Unternehmen benötigt ein vollständiges Audit und eine Barrierefreiheitserklärung nach BFSG. AccessibilityStatement.org oder AllyStandards bieten länderspezifische Audits und Erklärungen an.
  • Chinesischer Amazon-Händler: Einzelne Händler auf Marktplätzen wie Amazon, Etsy oder eBay sind nicht selbst verantwortlich für die Barrierefreiheit der Plattform – die Pflicht liegt beim Marktplatzbetreiber. Eigene Audits oder Erklärungen sind nicht erforderlich.
  • UK-Online-Shop mit EU-Kunden: Ein britischer Online-Shop, der an EU-Endverbraucher verkauft und die Schwelle überschreitet, fällt unter das BFSG/EAA. Er benötigt ein Audit und eine Erklärung nach EU-Standard. AccessibilityStatement.org bietet Erklärungen für EU, UK und Ontario an.

Weitere Beispiele:

  • Deutscher B2B-Shop: Verkauft ein Shop ausschließlich an Geschäftskunden, gilt das BFSG in der Regel nicht. Ein Audit ist nicht verpflichtend.
  • Kleiner Online-Shop: Hat ein Shop weniger als 10 Mitarbeiter und weniger als 2 Mio. € Umsatz, besteht keine Pflicht zur Erklärung.

Praktischer Tipp: Prüfen Sie regelmäßig, ob sich Ihr Status ändert (z. B. durch Wachstum oder neue Märkte) und passen Sie Ihre Compliance-Strategie an.

Checkliste: Was Sie heute tun können

  1. Pflicht prüfen: Gilt das BFSG/AODA/EAA für Ihren Shop? Prüfen Sie Mitarbeiterzahl, Umsatz und Zielmarkt.
  2. Anbieter vergleichen: Nutzen Sie die obige Tabelle, um Preis, Umfang und Zusatzleistungen zu vergleichen.
  3. Angebot einholen: Klären Sie explizit, welche Leistungen im Preis enthalten sind (manuelle Tests, Erklärung, Nachtestung, Support).
  4. Testumfang abstimmen: Definieren Sie, welche Seiten und Funktionen geprüft werden sollen (inkl. Login, Checkout etc.).
  5. Zugangsdaten bereitstellen: Für geschützte Bereiche werden Test-Accounts benötigt.
  6. Audit durchführen lassen: Planen Sie Zeit für Rückfragen und Abstimmung mit dem Anbieter ein.
  7. Bericht und Erklärung prüfen: Lesen Sie die Ergebnisse sorgfältig und klären Sie offene Fragen.
  8. Maßnahmen umsetzen: Planen Sie Ressourcen für die technische Umsetzung ein (intern oder extern).
  9. Erklärung veröffentlichen: Platzieren Sie die Erklärung gut sichtbar auf Ihrer Website.
  10. Nachtests und Updates: Planen Sie regelmäßige Nachtests und Updates der Erklärung ein, vor allem nach größeren Änderungen am Shop.

Praktischer Tipp: Dokumentieren Sie alle Schritte und Nachweise für den Fall einer Prüfung durch Behörden oder im Rahmen von Ausschreibungen.

Wann Sie das nicht brauchen

  • B2B-Shops ohne Endkundenverkauf (BFSG gilt nicht)
  • Kleine Shops mit weniger als 10 Mitarbeitern und unter 2 Mio. € Umsatz (BFSG gilt nicht)
  • Verkäufer auf Marktplätzen wie Amazon, Etsy, eBay (Plattform ist verantwortlich)
  • Websites, die ausschließlich außerhalb der EU/UK/Kanada tätig sind und keine Endverbraucher in diesen Märkten bedienen

Häufige Fragen

Wer ist nach BFSG zur Barrierefreiheit verpflichtet?

Das BFSG gilt für Unternehmen, die digitale Produkte oder Dienstleistungen an Verbraucher verkaufen und mehr als 10 Mitarbeiter oder über 2 Mio. € Jahresumsatz haben. Ausnahmen sind selten und betreffen nur wenige Sonderfälle.

Was kostet ein vollständiges Barrierefreiheits-Audit für Online-Shops?

Die Preise liegen 2026 je nach Anbieter und Umfang zwischen 500 € und 1.300 €. Schnell-Checks gibt es ab 49 €, umfassende Audits mit Bericht und Erklärung kosten meist 790–1.990 €.

Welche Leistungen sind bei einem Audit enthalten?

Typisch sind: automatisierter und manueller Test, Bericht mit Maßnahmenplan, ggf. Barrierefreiheitserklärung. Nachtestungen, Support und Umsetzung sind oft Aufpreis oder nicht enthalten. Details siehe Vergleichstabelle.

Wie oft muss der Shop geprüft werden?

Das Gesetz fordert eine aktuelle Erklärung. AccessibilityStatement.org bietet monatliche Nachtests, andere meist nur einmalig. Bei Änderungen am Shop ist eine erneute Prüfung ratsam.

Welche Standards werden geprüft (WCAG, BFSG, AODA)?

Die meisten Anbieter prüfen nach WCAG 2.1 AA. AccessibilityStatement.org prüft je nach Land WCAG 2.0 (Ontario), 2.2 (EU/UK) oder BFSG. Manche Anbieter bieten auch BITV oder EN 301 549.

Was passiert, wenn ich keine Erklärung veröffentliche?

Bei Verstoß gegen das BFSG drohen Bußgelder bis zu 100.000 €. In Ontario ist der Compliance Report Pflicht. Auch Imageschäden und Abmahnungen sind möglich.

Wie läuft ein Audit ab?

Nach Beauftragung werden automatisierte und manuelle Tests durchgeführt. Sie erhalten einen Bericht mit Maßnahmenplan und ggf. eine Erklärung. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt intern oder extern.

Wer haftet für Fehler im Audit?

Die Haftung ist meist ausgeschlossen oder stark begrenzt. Die Verantwortung für die Umsetzung und die Richtigkeit der Erklärung liegt beim Shop-Betreiber.

Brauche ich ein Audit, wenn ich nur über Marktplätze verkaufe?

Nein, die Plattform (z. B. Amazon, Etsy, eBay) ist für die Barrierefreiheit verantwortlich. Eigene Audits/Erklärungen sind nicht erforderlich.

Gibt es eine staatliche Zertifizierung für Barrierefreiheit?

Nein, weder in Deutschland noch in Ontario gibt es eine staatliche Zertifizierung. Anbieter stellen eine Erklärung oder einen Prüfbericht aus, die als Nachweis dienen.

Wie schnell erhalte ich einen Bericht?

Die Bearbeitungszeit variiert: AccessibilityStatement.org und BFSG-Report.com liefern meist in 5 Werktagen, AllyStandards bietet KI-gestützte Audits in 48 Stunden.

Welche Anbieter sind für internationale Shops geeignet?

AccessibilityStatement.org erstellt Erklärungen für EU, UK und Ontario. AllyStandards bietet internationale Standards (WCAG 2.2, EN 301 549).

Quellen

  1. AccessibilityStatement.org – Accessibility Statement Generator — accessibilitystatement.org
  2. BFSG-Report.com — bfsg-report.com
  3. BFSG-Scan by Werner.Solutions — bfsg-scan.at
  4. ECONSOR Shopware Barrierefreiheits-Check — shop.econsor.de
  5. Rhein Code BFSG-Paket Online-Shops — rhein-code.com
  6. Seovantis – Barrierefreiheit — seovantis.de
  7. Clariseo — clariseo.com
  8. prüfklar — pruefklar.de
  9. AllyStandards — allystandards.com

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